Lehrkonzepte

Autor: Dipl.Ing Dipl.Wirtschfts.Ing Claudia Stöhler 2017

Der Bildungsauftrag der Hochschulen, wie er vom Akkreditierungsrat 2013 festgelegt wurde, leitet alle Lehrenden für eine exzellente Ausbildung zukünftiger Fach- und Führungskräfte. Hochschulen sollen ihre Studierenden zu wissenschaftlicher oder künstlerischer Befähigung führen, sie befähigen eine qualifizierte Erwerbstätigkeit aufzunehmen, zum gesellschaftlichen Engagement anleiten und schließlich zu ihrer Persönlichkeitsentwicklung beitragen.

aus Stöhler,Förster,Brehm, 2017 nach Reis und Ruschin, 2007

Studiengänge sollen zur Erfüllung dieses Bildungsauftrags einem roten Faden kompetenzorientierter Modularisierung folgen. In der Studiengangskonzeption ist daher eine zeitliche Reihenfolge der einzelnen Module vorzusehen, die mit einer Entwicklung des Kompetenzniveaus einhergeht (Reis und Ruschin, 2007, S.6-7).  So lassen sich Ausgangskompetenzen annehmen und Zielkompetenzen definieren. Es ist nun Aufgabe des Lehrenden, aufgrund dessen passende Lehrkonzepte zur Anhebung des Kompetenzniveaus auszuwählen und so auszugestalten, so dass diese Entwicklung begünstigt wird. Um die Hochschulen bei der Weiterentwicklung der Studienprogramme und dem Ausbau der Studienqualität zu unterstützen, hat die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) mit Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) das Projekt „nexus – Übergänge gestalten, Studienerfolg verbessern“ gestartet (Laufzeit 2014-2018).

Nach Schaper und Hilkenmeier ergibt sich eine Verknüpfung von Inhalts- und Prozessdimensionen (2013). Die Lernziel-Taxonomie von Anderson und Krathwohl (2001, 2002) ist zweidimensional aufgebaut und besteht aus einer horizontalen Prozessdimension (die sechs kognitive Prozessstufen beschreibt und eine Weiterentwicklung des Modells nach Bloom ist) und einer vertikalen Wissensdimension (die sich auf vier Wissensarten bezieht). Dazu beschreibt der Ansatz ein Vorgehen in sechs Schritten, wie die verschiedenen Elemente einer Lehr-/Lernplanung systematisch konzipiert werden können und dabei das „Alignment“ der Elemente gewährleistet werden kann.

Stöhler, PM-Kanon, „Die Neue Hochschule“ Ausgabe 6/2017

Hinsichtlich des Angebots von PM-Lehrveranstaltungen kann von einem Kanon gesprochen werden (Stöhler, Förster, Brehm, 2017), bei dem verschiedene Veranstaltungen aufeinander aufbauen oder miteinander verschränkt sind. So können theoretische und praktische Kenntnisse vermittelt und trainiert werden. In der ICB 4.0 sind die Kompetenzelemente im Projektmanagement definiert. Aufbauend auf diesen Überlegungen kann nun ein Zielkompetenzwürfel für zukünftige Projektmanager in ihrem jeweiligen Fachgebiet definiert werden (Stöhler, Förster, Brehm, 2017). Die drei Dimensionen sind hierbei die Vermittlung von Kompetenzen im jeweiligen Fachgebiet, PM-technische, persönliche und soziale Kompetenzen gemäß ICB 4.0.

Wie können Kompetenzen im Projektmanagement im akademischen Umfeld ganz konkret vermittelt werden? Hierzu sind in diesem Portal Informationen zusammen gestellt :


Quellen: